Startseite

Willkommen auf der Informationsseite im Internet

Gießkanne im Garten Menschen mit und ohne Demenz treffen täglich an vielen Orten aufeinander: in der Familie, aber auch auf der Straße, beim Bäcker, beim Friseur, in der unmittelbaren Nachbarschaft oder in Einrichtungen der Pflege.

Menschen, die an einer Demenz leiden, müssen über viele Jahre mit dieser Krankheit leben. Insbesondere in den Anfangsjahren der Erkrankung benötigen die Betroffenen nicht vorrangig professionelle Hilfen. Im Gegenteil, sie sind, aufgrund von Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, vor allem auf Unterstützung von Menschen aus ihrer unmittelbaren Umgebung - auf Freunde, Bekannte und Nachbarn - angewiesen.

Die wohl wichtigste Medizin für die Betroffenen in dieser Lebenssituation ist Ansprache - Kontakt und Begegnung mit anderen.

Dazu braucht es ein Wissen über Demenzerkrankungen. Mit unterschiedlichsten Veranstaltungen erhalten Interessierte:

  • Informationen zu Krankheitsbild und Verlauf von Demenzerkrankungen
  • Einblicke in die innere Welt der Demenzerkrankten
  • Ideen + Tipps für einen hilfreichen Umgang


Download Projektbeschreibung | pdf | 45 kB der Demenzkampagne 2007/2008
Download Evaluationsbericht | pdf | 928 kB

Die "Demenzkampagne Ostfildern 2007/2008 - Wir sind Nachbarn" wird unterstützt durch die Erich und Liselotte Gradmann-Stiftung

Zu diesem Thema Christof Bolay, Oberbürgermeister Ostfildern

Oberbürgermeister Ostfildern Christof BolayEin Leben im Alter bei guter körperlicher und geistiger Gesundheit – diesen Wunsch, hegen wir alle und er geht für viele Menschen in Erfüllung. Gleichwohl weiß ich, dass insbesondere ältere Menschen die Sorge umtreibt: „Was ist, wenn die geistigen Kräfte nachlassen? Was geschieht mit mir, wenn ich selbst dement werde?“

Fast jeder von uns kennt aus dem eigenen Familien- oder Bekanntenkreis Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind. Viele fühlen sich in dieser Situation mehr oder weniger hilflos: „Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie auf die Betroffenen zugehen?“

Allein in Ostfildern leben derzeit ca. 600 Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind. Im Zuge einer älter werdenden Gesellschaft wird ihr Anteil in den kommenden Jahren deutlich ansteigen. Diese Krankheit bedeutet eine Herausforderung, die wir nicht nur Spezialisten aus Medizin und Pflege überlassen können. Demenz geht uns alle an! Im Umgang damit sind wir alle gefordert – als Politiker, als Fachkräfte in der Altenpflege, als Vereinsmitglieder, als Freunde, als Nachbarn und als Angehörige.

Dennoch ist Demenz nach wie vor ein Tabuthema. Verunsicherung und Überforderung in den betroffenen Familien spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Unsicherheit und Unwissenheit im Freundes- und Bekanntenkreis. Die Demenzkampagne Ostfildern steht deshalb unter dem Motto: „Wir sind Nachbarn“.

Sie will über Demenzerkrankungen nicht nur informieren und aufklären, sondern vor allem auch Wege und Möglichkeiten aufzeigen, was jeder Einzelne von uns tun kann – als Angehöriger, Freund oder Nachbar. Sie will Mut machen, sich auf Menschen einzulassen, die in mancher Hinsicht „anders“ oder auch wunderlich sind.

Eine Projektgruppe hat diese Demenzkampagne mit einem breiten Spektrum unterschiedlichster Veranstaltungen für Ostfildern entwickelt. Es freut mich sehr, dass sich viele Einrichtungen und Initiativen für eine Mitarbeit in der „Demenzkampagne Ostfildern“ haben begeistern lassen. Unsere Stadt beteiligt sich damit als Modellregion an der bundesweiten Initiative „Aktion Demenz – demenzfreundliche Kommune“.

Mein besonderer Dank gilt der Erich und Liselotte-Gradmannstiftung, die diese Kampagne nicht nur ideell, sondern auch finanziell unterstützt.

Ich lade Sie alle herzlich ein: Informieren Sie sich, nutzen Sie die Möglichkeiten mit Experten, aber auch mit Freunden und Nachbarn darüber ins Gespräch zu kommen.